Bilche

🏡  Siebenschläfer

Gattung: Siebenschläfer/ Familie: Bilche

Foto 1: Unim0g KS, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons

Foto 2: Azay, CC BY-SA 3.0 <http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/>, via Wikimedia Commons

Foto 3: Herwig Winter, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons

Allgemeines

Alter: 12-15 Mon.

Körperform: größter aller Wühlmäuse

Größe Kopf-Rumpf: 6,8 - 10,2 cm 

Schwanz: 8,1 - 9,3 cm (zweifarbig mit heller Unterseite, kürzer als die Körperlänge)

Augen: groß

Ohren: groß, 1,4 - 2,0 cm

Oberseite: hellbraun - graubraun (Rückenmitte dunkler)

Unterseite: grauweiß, nie reinweiß

Kehle: strichförmiger Mittelfleck

Gewicht: 16 - 30 g

Geschlechtsdimorphismus

Lebensweise

Lebensweise: Weitgehend nachtaktiv, Bodenlebend, Kletternd
Lebensraum: besiedelt viele Lebensräume, vor allem mit offener Kraut- und Strauchschicht, auch im dichten Unterholz o. Getreidefeldern zu finden.

Früjahr: entlang von Gebüschstreifen / Herbst: zurück in Waldbereich

 

Nahrung

Samen (Bäume, Gräser,Kräuter), Triebe /Stängel, Wurzeln, Beeren/Obst. Fruchtkörper von Moosen.

Herbst: Beeren. Winter: Eicheln, Buchecker Tierische Nahrung Frühjahr/Sommer 20 % (Insekten (u.a. Kartoffelkäfer), Schnecken,  Regenwürmer, Vogeleier, Jungvögel,kleine Fledermäuse)

Schäden

geht gerne an Mehl, Korn, Obst.

Kein Forstschädling, verursacht weder Nage- noch Fraßschäden an Gehölzen. Sie trägt wesentlich zur Verbreitung von Samen einiger Pflanzenarten bei: Erdbeere, Blaubeere, Preisbeere sind selbst nach der Verdauung keimfähig

Revier

Revier: ♂ 0,18–0,31 ha / ♀ 0,01–0,21 ha.

Populationsdichte

max. 5 pro ha Frühjahr /20–50 Herbst, Zuwanderung nach Feldernte 50–100/ha;  Mischwäldern 1–40 / Ackerflächen 1–30 / ha.

Fortpflanzung

(Mrz - Sep., 2-3 Würfe pro Jahr)

Tragzeit:  23-26 Tage

Wurfgröße: 6 - 6

Säugen: 3 Wo

Selbständig: 21 Tage

Geschlechtsreife: 3. Monat

Weibchen ist bereits unmittelbar nach der Geburt erneut empfangsbereit

Feinde / Krankheiten

Feinde:

Greifvögel, Schleiereule, Waldkauz, Raufußkauz, Waldohreule, Uhu, Fuchs, Marderarten, Katze, Wildschwein.

 

Übertragbare Krankheiten:

Leptospirose, Hanta-Virus

Bau

 oberirdisch + unterirdisch.

Oberfläche: Nester nur bei hoher Laubschicht/ feuchtem Böden.

Zusammen mit Vorratskammern in Hohlräumen von morschem Holz oder überbaut vorhandene Vogelnester.

Grabtätigkeiten mit unteren Schneidezähnen. Vorderbeine: Abtransport von Erdmaterial.   Größe, Tiefe, Gestalt der Baue: i.d.R. bis zu 50 cm tief, Länge ca. 2,5 m. 1 Kammer mit 2 – 6 gut versteckten Eingängen. Rund 15 cm große Raum (Lagerung Vorräte) mit Blättern /Moos ausgekleidet. 1 Gangbiegung dient als Windfang und 1 senkrechter Gang (Fallröhre) zur Durchlüftung.

Während Jungenaufzucht verschließt das Weibchen beim Verlassen die Eingänge mit Erde /Pflanzenmaterial. 

Kommunikation

Kommunikation: Auseinandersetzungen als  lautstarke Konflikte  (niedriger als 20 kHz). Verschiedene Laute bei Gebiet erkunden, Körperpflege, innerartl. Kommunikation (über 20 kHz , für Menschen nicht hörbar). Orientieren am Erdmagnetfeld. Selbst gesetzte Wegmarkierungen..