Bei uns leben 24 Rosen. 

Wer einmal der Blütenpracht und dem Duft von Rosen erlegen ist, wird diese besondere Blume immer lieben.

Rosen in unserem Garten

Krankheiten

 

Sternrußtau

Häufigste Rosenkrankheit. Tritt in Jahren mit kühler, feuchter Witterung besonders stark auf. Die Diagnose  ist sehr einfach: Befallene Blätter haben unterschiedlich große und unregelmäßig geformte, grauschwarze Flecken mit strahlenförmig auslaufenden Rändern. In der Umgebung der Flecken ist das Rosenblatt meist gelblich oder gelbrötlich verfärbt. Stark befallene Rosen werfen im Lauf des Sommers einen großen Teil ihres Laubs ab und können durch die Pilzkrankheit stark geschwächt werden. Der Pilz überwintert auf den Blättern am Boden.

Bekämpfung: bereits bei ersten Anzeichen eines Befalls mit einem geeigneten Pilzbekämpfungsmittel (Fungizid) behandeln. z B. Rosen-Pilzfrei Saprol, Pilzfrei Ectivo ,Duaxo Rosen Pilz-frei. Sinnvoll sind jeweils 3  Behandlungen im Abstand von jeweils 7 bis 10 Tagen. Außerdem alle abgefallenen Blätter sorgfältig aus dem Beet entfernen , denn von ihnen kann im nächsten Jahr eine erneute Infektion ausgehen.

Waren die Rosen bereits im Vorjahr befallen, sind beginnend mit dem Blattaustrieb vorbeugende Behandlungen empfehlenswert.

Selbst hergestellten Kräuterpräparate wie Schachtelhalmbrühe, Beinwellbrühe und Knoblauchbrühe . Diese werden ebenfalls ab dem Blattaustrieb im Abstand von rund zwei Wochen mehrmals auf die Blätter gesprüht.

 

Echter Mehltau

An Rosen können sowohl der Echte als auch der Falsche Mehltau auftreten.

Der Echte Mehltau ist wesentlich häufiger. Es handelt sich dabei um einen sogenannten Schönwetterpilz, der sich vor allem bei schwül-warmem Wetter stark ausbreitet. Daher ist vor Juni kaum mit einem Befall zu rechnen. Symptome des Echten Mehltaus sind ein weißlicher, schimmelartiger Pilzbelag, der vor allem auf den Blattoberseiten auftritt, aber auch die Blütenstiele sowie die Knospen und Kelchblätter befallen kann. Auf den Blattunterseiten ist meist ein etwas schwächerer Befall auszumachen. (Das mit Mehltau befallene Laub nicht kompostieren, denn der Pilz bildet Dauersporen, die auch im nächsten Jahr noch aktiv sein können). 

Echter Mehltau befällt vor allem Rosen, die zu gut im Futter stehen, denn ihre mastigen, weichen Blätter bieten dem Pilzgeflecht kaum Widerstand.

Vorbeugung: stickstoffreiche Dünger eher sparsam einsetzen. Frühzeitige, wiederholte Behandlungen mit Pflanzenstärkungsmitteln wie NeudoVital oder Schachtelhalmbrühe senken das Infektionsrisiko.

Vorbeugende Behandlungen mit umweltfreundlichen Schwefel-Präparaten wie Netzschwefel WG oder Mehltau-frei Kumulus sind bei mehltauanfälligen Rosensorten dringend zu empfehlen.

Bekämpfung: Bei bestehendem Befall reicht die Wirkung der schwefelhaltigen Präparate in der Regel nicht mehr aus, um eine Ausbreitung der Infektion zu verhindern. Eine gute Wirkung gegen Mehltau an Rosen zeigen aber die beim Sternrußtau genannten Fungizide.

 

Rosenrost

Rosenrost verursacht auf den Oberseiten der Rosenblätter meist zahlreiche, gelborange bis rostrote Flecken mit zum Teil dunklen Rändern. Sie gehen bei starkem Befall ineinander über und bilden auf den Blattunterseiten längliche, aus der Blattoberfläche hervorstechende Sporenlager. Aus den Sporenlagern entweichen erst gelbliche, später dunkle Sporen, die vom Wind verbreitet werden und auf andere Rosenblätter übergreifen können. Bei starkem Befall werfen die Rosen wie beim Sternrußtau ihre Blätter ab.

Vorbeugung: Rosenrost breitet sich vor allem bei Feuchtigkeit aus – daher dafür sorgen, dass das Rosenbeet vom Wind gut durchlüftet werden kann. Insbesondere Strauchrosen müssen regelmäßig ausgelichtet werden, damit die Kronen locker und luftig bleiben.

Bekämpfung: Infiziertes Falllaub umgehend entfernen, denn die alten Blätter beherbergen die Wintersporen, über die im nächsten Jahr eine Neuinfektion erfolgen kann. Gegen Rosenrost zeigt das Präparat Gemüse-Pilzfrei Polyram WG bei mehrmaliger Anwendung im Abstand von 7 bis 10 Tagen die beste Wirkung. Die beim Sternrußtau genannten Mittel sind allerdings ebenfalls gut wirksam und stoppen in der Regel die weitere Ausbreitung der Krankheit.

Schädlinge

 

Rosenblattlaus

Blattlausarten: insbesonders die Große Rosenblattlaus, etwa 3 bis 4 mm grünen Tierchen an jungen Trieben, Blütenknospen und Blättern. Sie sondern klebrige Honigtauausscheidungen ab, worunter die jeweiligen Pflanzen stark leiden. Durch die hohe Vermehrungsrate kann es vor allem bei warmen Witterung zu explosionsartigen Massenvermehrungen kommen.

Bekämpfung:  nur bienenfreundliche Mittel, da die nützlichen Bienen auch nicht-blühende Rosen anfliegen, um den dort zuckerhaltigen Honig von den Blättern zu naschen.

Bekämpfung: mit Seifenlauge (1 EL Schmierseife auf 1 Liter Wasser), einem harten Wasserstrahl oder durch Förderung von Nützlingen wie Marienkäfern bekämpfen. Bei starkem Befall helfen Neemöl oder spezielle umweltfreundliche Spritzmittel auf Kaliseifenbasis, wobei die Blattunterseiten gründlich besprüht werden sollten

 

Rosenblattwespe

Die Rosenblattwespe legt ihre Eier von Frühjahr - Sommer auf die Unterseite der Rosenblätter. Aus den Eiern schlüpfen die bis zu 10 mm großen, schneckenartigen, gelblich grünen Larven. Diese schädigen vor allem durch Fraßtätigkeiten an Blättern. Sogenannter Fensterfraß, meist bleibt nur die Blattader skelettartig oder die dünnen farblosen Blattober- und -unterseiten zurück.

Die ausgewachsenen, schwarz glänzenden Tiere selbst fliegen ab Anfang Mai in den Gärten und werden etwa 4,5 Millimeter lang. Nach erfolgreicher Eiablage wandert die neue Larven-Generation im Spätsommer zur Verpuppung und Überwinterung schließlich in den Boden – der Kreislauf beginnt von vorne.

Bekämpfung: Absammeln der Larven, Entfernen befallener Blätter und Rückschnitt der Triebspitzen bekämpfen. Bei starkem Befall helfen Insektizide auf Neemölbasis oder Präparate gegen beißende Insekten. 

Absammeln & Abschneiden: Eingerollte oder angefressene Blätter umgehend entfernen (nicht auf den Kompost, sondern in den Hausmüll).

Rückschnitt: Befallene Triebspitzen im Frühjahr kräftig zurückschneiden.

Natürliche Mittel: Spritzungen mit Rainfarnsud können helfen.

 

Rosenzikade

3 mm großer grünlicher Rosenschädling. Die Weibchen legen im Herbst in die Ritzen der Rinde junger Rosentriebe ihre Eier ab. Ab etwa Mitte Mai schlüpft die nächste Generation, die sich noch im selben Sommer zu einem vollständig ausgewachsenen Tier entwickelt. Rosenzikaden wechseln manchmal auch auf Obstbäume, -sträucher oder Erdbeeren über, um dort später ihre Eier abzulegen. Meist folgt bis Oktober eine zweite Generation des Rosenschädlings. Vor allem Rosen an warmen Standorten sind häufiger von einem Befall betroffen.

Erkennung: zahlreiche, winzig weißlich bis gelbliche Einstiche auf den Blättern der Rosen. Auf der Blattunterseite sammeln sich die grünlich gelben Larven sowie die ausgewachsenen Zikaden selbst an.

Bei Annäherung an die Pflanze springen die Tiere meist auf. Bei einem starken Befall mit Saugschäden kann es zum Abwurf der Blätter kommen.

Teilweise auch Schäden an den Knospen . Fördern Sie vorbeugend Nützlinge wie Raub- und Laubkäfer sowie Spinnen. Zudem bietet sich ein Rückschnitt junger Triebe im Herbst an.

Bekämpfung: Abspritzen mit Wasser, den Einsatz von Efeutee oder Neemoel-Präparaten sowie durch das Entfernen befallener Blätter bekämpfen. Wichtig ist die Behandlung der Blattunterseiten, vorzugsweise morgens, ab Mai bei ersten Anzeichen. Vorbeugend helfen ein sonniger, luftiger Standort und eine gute Nährstoffversorgung.

Efeutee: Zwei Hände voll frische Efeublätter in einem Liter Wasser für 15 Minuten kochen, abkühlen lassen und die Rosen damit tropfnass besprühen.

Abspritzen: Die Rosen morgens bei Windstille mit einem Wasserstrahl behandeln, um Larven zu vertreiben.

Brennnesselsud: Kann bei leichtem Befall helfen.

Nützlinge fördern: Marienkäfer, Schwebfliegenlarven und Schlupfwespen sind natürliche Feinde