Gattung: Gartenschläfer / Familie Bilche

Foto 1: Arno Laurent, CC BY-SA 3.0 <http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/>, via Wikimedia Commons
Foto 2:No machine-readable author provided. Asseus assumed (based on copyright claims)., CC BY-SA 3.0 <http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/>, via Wikimedia Commons
Alter: bis 1 Jahr, hohe Wintersterblichkeit
Körperform: Kopf spitz zulaufend,
Größe: Kopf-Rumpf 7 - 11,2 cm
Schwanz: 7,7 - 12 cm (auffälliges (!) Talgdrüsenpolster an der Schwanzwurzel) !
Ohren/Augen: groß, Augen hervorstehend
Oberseite: 2–3 mm schwarzer Aalstrich (ab 2–3 Lebenstag deutlich erkennbar), braun mit roten, grauen und gelben Farbtönen
Rücken + Flanken: rotbraun
Unterseite: weiß; deutlich abgegrenzt, Jungtiere allgemein grauer
Brust: variabel ockergelb, meist (nicht immer) als Band , nie zum Bauch hin verlängert.
Gewicht: 26 - 36 g
Aktivität: dämmerung + nachts, gute Kletterer/Springer/Schwimmer, bodenlebend
Lebensweise: schnell laufen, weit springen, mühelos klettern. Größere Distanzen legt sie häufig springend zurück. Im Schnee Sprungweiten 30 – 80 cm. Schwimmen nur selten.
Bei Kälte reduziert sie ihre Stoffwechselrate von 156 kJ pro Tag, indem sie in eine Kältestarre verfällt.
Lebensraum: Mischwald, besonders reife Laubwälder (Eichen/Buchen), an bewaldete Lebensräume gebunden.
Pollen, Nektar von Blüten, Baum- Getreide- Grassamen, Pilze, Beeren.
Tierisch: Insekten, Larven, Regenwürmer, Spinnen, Schnecken, Fledermäuse, Jungvögel. (Herbst bis zu 40 % )
Winter: Nahrungsvorräte (Haselnüsse, Eicheln, Bucheckern), tragen zur Samenverbreitung bei.
Fraß an Zuckerrübensaat, Rinde junger Bäume, Keimlinge.
An gelagerten Feldfrüchten und Samen.
Fortpflanzung ♂ 1,6 ha, ♂ 0,7 ha;
Frühjahr 2/ha, Herbst 15/ha, , nach Baummastjahren bis 55/ha. Begegnungen zwischen Artgenossen verlaufen häufig aggressiv.
Feb - Sep / 2 - 3 x pro Jahr
Tragzeit: 21 - 23 Tage
Anzahl Junge: 5 - 7
Weibchen können direkt nach ihrer Geburt wieder begattet werden, sodass 2 Würfe oft nur 22 Tage auseinander liegen
Erwachsen: mit 3 Wochen
Geschlechtsreife: Frühjahr geb.: 2-3 Mon. / spätere Würfe im Folgejahr
Feinde:
Waldmaus, Baummarder, Fuchs, Iltis, Hermelin, Mauswiesel, Katze. Waldkauz, Raufußkauz, Schleiereule, Waldohreule, Uhu.
Übertragbare Krankheiten: & Erreger:
Hantaviren: schwere Formen der Hanta-Krankheit,
Zeckenenzephalitis (FSME): Überträger von FSME-Viren.
Salmonellen, Leptospiren, Darmviren: können über Mäusekot/Urin übertragen werden.
Bevorzugt unterhalb Baumstämmen, Steinen, in Baumwurzeln. Gangsysteme bis in eine Tiefe von 150 cm, i.d.R. jedoch nur bis 50 cm unter der Erdoberfläche. Ein Individuum besitzt 1 – 2 Nester. Vorratskammern: Samen, erbeutete wirbellose Tiere.
Bau: Wohnkammer mit Moos, Blättern ausgepolstert. Mehrere Gänge, während Jungenaufzucht und bei Kälte mit Vegetationsmaterial verschlossen. Neben einem Hauptbau häufig weitere Nebenbaue im Revier.
Orientierung:
Sekret aus Drüsenorgan der Schwanzunterseite: Informationen zu Geschlecht, Alter, Reproduktionszustand
Intraspezifische Kommunikation: vorwiegend über Laute (im Ultraschallbereich als auch im hörbaren Bereich) als Warn/Drohrufe oder Stimmungen mitteilen.
Lautäußerungen: meist im Zustand höchster Erregung, z.B. bei aggressiven Begegnungen, während Paarung.
Aus Nest geratene Jungtiere: äußern 4 – 5 Mal pro Sekunde Töne, von 56 – 60 kHz, abfallend auf 40 kHz. Vernehmen Weibchen diesen Ruf, helfen sie dem Jungtier, unabhängig davon, ob es sich um ihren eigenen oder um fremden Nachwuchs handelt.
Gartenschläfer Ende