Bilche

 Baumschläfer

Gattung: Baumschläfer / Familie: Bilche

Foto 1: Igor Zagorodniuk / Ігор Загороднюк, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons

Foto 2: Attis, CC BY-SA 3.0 <http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/>, via Wikimedia Commons

Allgemeines

Alter: bis 1,5 Jahre

Körperform: Kopf spitz zulaufend, große Augen + Ohren

Größe:  Kopf-Rumpf 7 - 10,5 cm 

Schwanz: 6,5 - 9,2 cm, 3/4 so lang wie Kopf-Rumpf Länge, deutlich zweifarbig.

Ohren: relativ kurz, auf oberer Hälfte der Innenseite behaart

Oberseite: 2–3 mm schwarzer Aalstrich (ab 2–3 Lebenstag deutlich erkennbar), braun mit roten, grauen und gelben Farbtönen

Unterseite: grauweiß; Jungtiere allgemein grauer

Gewicht: 15 - 35 g

Lebensweise

Aktivität: Übergangsbereiche zwischen Wald / Wiese feuchter Lebensräume; 

Lebensweise: tag- u. nachtaktiv, im Vergleich zu anderen Waldmäusen verstärkte Tagesaktivität. In Relation zu Waldmaus u. Gelbhalsmaus ist sie ein schlechter Kletterer /Springer. Nur gelegentlich in oberirdischen Verstecken anzutreffen. Bodengebundene Lebensweise: 

Nahrung

Tierisch: Insekten, Weichtiere, Regenwürmer (Frühjahr +Fortpflanzungszeit), gelegentlich Frösche, Kleinsäuger.

Pflanzlich: Nüsse, Eicheln, Samen, Beeren

Schäden

Schäden nur in Forstbaumschulen

Revier

Männchen größer als die der Weibchen; ca. 5-50 Individuen pro Hektar

Populationsdichte

5 - 50 Individuen pro Ha (5 ha = 50000 m²)

Fortpflanzung

Apr - Sep / 3 -4 x pro Jahr

Tragzeit: 24 Tage

Anzahl Junge: 3–6 

Weibchen können direkt nach ihrer Geburt wieder begattet werden, sodass 2 Würfe oft nur 22 Tage auseinander liegen

Erwachsen: mit 3 Wochen
Geschlechtsreife: mit 2 Monaten

Feinde / Krankheiten

Feinde:

Greifvögel, Fuchs, Hermelin, Mauswiesel, Schwinden von Ackerrandstreifen /Gehölzreihen als wichtige Lebensräume.

 

Übertragbare Krankheiten:

 

Bau

 Übernahme von Gangsystemen anderer Kleinsäuger o. anlegen eines Baus dicht unter der Erdoberfläche. 1 Vorratskammer, 1 Nestkammer,  mehrere Gänge. Das Nest liegt in einer Tiefe von 40 cm und besteht aus Gras u. Laub. Auch außerhalb ihres Baus werden Vorräte in Mulden gesammelt und zum Schutz mit Blättern bedeckt.

Kommunikation

Orientierung:

Als Besonderheit innerhalb der Säugetiere gilt ihre Orientierung mit Hilfe der Sonne. Bei hoher Populationsdichte sind häufig Zanklaute zu hören. Wie bei anderen Waldmäusen (Apodemus) werden Duftsignale durch eine Unterschwanz-Drüse produziert. Diese ist jedoch vergleichsweise schwach entwickelt.